Riesaer Cheerleaderverein e. V.

Von der Schul-AG zur Weltmeisterschaft


Hier üben die Jüngsten: die „Minimaniacs-Rookiemäuse“. Anna Grüneis (l.) und Mandy Scherr (r.) sind zwei von elf Trainern – alles Eigengewächse des Vereins. Die neun Teams trainieren, je nach Alter und Leistung, zwei bis viermal pro Woche.

Akrobatische Figuren, waghalsige Sprünge, synchrone Tänze oder kurz gesagt: „Stunts“, „Jumps“ und „Dances“. Die Rede ist von Cheerleading und die englische Sprache kommt nicht von ungefähr. Denn die Wurzeln liegen in den USA. Ursprünglich zum Motivieren und zur Unterhaltung beim American Football gedacht, hat es sich zu einer eigenen, aufstrebenden Sportart entwickelt. Beispiel gefällig? Der Riesaer Cheerleaderverein.


Die Anfänge

Die Anfänge des RCV liegen im Jahr 1999. Einige Mädchen des damaligen Max-Planck-Gymnasiums bauten eine Cheerleading- Schul-AG auf. In der Stadt machten sie sich als „Blue Angels“ schnell einen Namen. Gut drei Jahre später wurde aus dem Schulprojekt ein Sportverein. Und eine Erfolgsgeschichte, die in Riesa ihres Gleichen sucht, nahm ihren Lauf.



Cheerleading ist ein Mannschaftssport. Bei den 86 Mitgliedern des RCV steht der Teamgedanke an erster Stelle. Gemeinsames Training ist die Basis, damit die akrobatischen Auftritte perfekt klappen. (Foto: Foto Schröter)

Unvergessen

Der RCV sorgte fortan für Schlagzeilen in der Sportstadt. Ein Deutscher Meistertitel, drei Deutsche Vizemeisterschaften und zwei erfolgreiche Teilnahmen an Europameisterschaften stehen ganz oben auf der langen Erfolgsliste. Doch ein Ereignis bleibt unvergessen. Es stammt aus dem Jahr 2007. Vereinschef Thomas Luthardt erinnert sich: „Die deutsche Vizemeisterschaft und viele glückliche Umstände bescherten unserem Seniorteam ‚ M a n i c Dream‘ die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Schon als wir davon erfuhren, standen Einigen die Tränen in den Augen. Dass wir am Ende sogar als sechstplatziertes Team aus Helsinki zurückkehrten, setzte dem Ganzen die Krone auf.“ Im November 2009 schreibt der RCV das nächste Kapitel seiner Erfolgsgeschichte. Dann werden die „IllmaniXX“ Deutschland in der Kategorie „ G r o u p s t u n t“ bei den Weltmeisterschaften vertreten.



Beim „Stunten“ und Pyramidenbauen lernen Cheerleader schon früh, Verantwortung fürs Team zu übernehmen. Sie lernen, ihren Kameraden zu vertrauen und entwickeln das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit. (Foto: Foto Schröter)

Offen für Alle

Titel und Weltmeister-

schaften hin oder her. Luthardt betont, dass der Riesaer Cheerleaderverein offen für alle Mädchen und Jungen ab vier Jahren sei. „Wir glauben fest daran, dass jeder durch Fleiß, Engagement und harte Arbeit ein guter Cheerleader werden kann“, so der 39-jährige. Für Einsteiger gibt es Anfängergruppen, sowohl für die sechsjährige Schulanfängerin als auch für den vierzehnjährigen Gymnasiasten.


Erste Adresse

Übrigens: Seit 2005 ist die Riesaer Erdgas-Arena regelmäßig Austragungsort einer Deutschen Cheerleadingmeisterschaft. Im Frühjahr 2010 ist es wieder soweit. Riesa hat sich für Cheerleadingmeisterschaften zu einer der ersten Adressen in Deutschland gemausert. Nicht wenige sind davon überzeugt, dass das unermüdliche Engagement des Vereins wesentlich dazu beigetragen hat. Luthardt erklärt es so: „In erster Linie ist das der perfekt geeigneten Arena und der professionellen Organisation der FVG zu verdanken.“ Außerordentlich bodenständig für einen Verein mit so vielen Überfliegern. (DK)





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