„Ich ziehe den Hut vor meinen Mädels. Die haben als Gymnasiastinnen und als Sportlerinnen einen Riesenpensum und machen das mit Begeisterung und großem Ehrgeiz“. Petra Zimmermann ist stolz auf ihr Handballteam, die C-Jugend-Mädchen der NSG RIO.
Der entscheidende Schritt
Die Handballtrainerin hat selbst 40 Jahre aktiv gespielt und bringt nun ihren Erfahrungsschatz in ihre Trainingsarbeit ein. Diese Spielgemeinschaft gibt es seit dem Beginn der Spielsaison im August 2010 für Handballtalente im Alter zwischen sieben und 14 Jahren. In der NSG RIO fanden sich die Handballvereine TuS Staucha/Hof, der SHV Oschatz und der SC Riesa zusammen. Eine Zusammenarbeit gab es schon immer. Aber die Gründung der Spielgemeinschaft war der entscheidende Schritt, um die Kräfte zu bündeln, das Training zu intensivieren.
Talente in der Region halten
Anliegen der Spielgemeinschaft ist es, möglichst allen Mädchen und Jungen den Wettkampfbetrieb in Mannschaften des Breiten- und Leistungssports anzubieten. Wenn im eigenen Verein zu wenig Mitspieler bzw. Mitspielerinnen in einer Altersklasse aktiv sind, muss nicht mehr der Verein gewechselt werden, um weiter Handball zu spielen. Die Spielgemeinschaft macht‘s möglich. Außerdem können talentierte Mädchen und Jungen aus den drei Handballvereinen durch die Konzentration der Kräfte und Mittel besser ausgebildet und vor allem in der Region gehalten werden, da ihnen alle sächsischen Ligen offen stehen.
| Mehrere Landesauswahlspielerinnen Im Moment hat die NSG RIO im C-Jugend-Team vier Landesauswahlspielerinnen – zwei Torleute und zwei Feldspielerinnen. Sie haben neben dem „normalen“ Training noch zusätzliche Trainingseinheiten in Riesa, besuchen Lehrgänge und spielen mit der Landesauswahl mehrere Turniere im Jahr. Dabei ist es das Ziel, in die Jugendnationalmannschaft berufen zu werden. In der NSG spielen 18 Mannschaften in verschiedenen Ligen. Die Aushängeschilder sind die beiden C-Jugendteams, die in der Oberliga mit den besten sächsischen Mannschaften um die Meisterschaft kämpfen. | ||||||||||||||||
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Gut organisiertes Umfeld
Die C-Jugend-Mädchen liegen in der Oberliga zurzeit auf dem 4. Platz hinter Teams aus Leipzig, Görlitz und Zwickau. Damit liegen sie mehr als im Soll, was das Saisonziel betrifft. Das große, langfristig angepeilte Ziel ist Platz 3. Dafür trainieren die Mädchen vier Mal pro Woche – immer abwechselnd in Riesa und Oschatz. Der Aufwand ist riesig. Das ist nur mit einem gut organisierten Umfeld zu bewältigen. Die beteiligten Vereine unterstützen die NSG nach Kräften, aber ohne die Hilfe der Eltern ginge gar nichts, vor allem nicht die Fahrerei zwischen den Trainingsorten. Die Spielerinnen kommen aus Thiendorf, Großenhain, Riesa, Oschatz, Thalheim oder Leckwitz. Und am Wochenende sind Spiele in ganz Sachsen. „Aber von den Mädchen kommt auch viel zurück. Es macht Spaß, mit ihnen zu trainieren“, ist Trainerin Petra Zimmermann ganz begeistert.