Bei Nahwärme wird im Gegensatz zur Fernwärme die thermische Energie in den zu beheizenden Objekten selbst oder in deren unmittelbarer Nähe erzeugt. Ein Nahwärmenetz besteht also aus vielen kleinen, dezentralen Anlagen. Eine Nahwärmeanlage kann mehrere Gebäude oder eine ganze Liegenschaft bedienen, meistens versorgt sie ein einzelnes Gebäude. Nahwärme kann sogar mit Stromerzeugung gekoppelt werden. Dann spricht man von Kraft-Wärme-Kopplung. Die Anlagen, die das können, heißen Blockheizkraftwerke (BHKW). Zum Beispiel sind die Riesaer Gymnasien mit solchen Anlagen ausgestattet. Vorteil: Dezentrale BHKW benötigen kein ausgedehntes Wärmenetz, und sie holen aus der gleichen eingesetzten Brennstoffmenge mehr Energie heraus. Das schont die eingesetzten Ressourcen wie Erdgas und senkt die Emissionen von Luftschadstoffen sowie Kohlendioxid. Die Stadtwerke Riesa bieten sowohl Fernwärme als auch Nahwärme. Ansprechpartner für maßgeschneiderte Nahwärmelösungen ist die Energieservice und Arealmanagement GmbH, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der SWR.
Nahwärmekunden der ESAM brauchen sich um Energieversorgung keine Gedanken mehr machen. Die ESAM bietet auf Wunsch einen Komplettservice: von der Planung der Heizungsanlage, über ihre Finanzierung, den Betrieb und die Wartung der Anlage bis hin zur Abrechnung mit den Mietern. Dabei übernimmt die ESAM die Koordinierung sämtlicher Aufgaben. Der Kunde hat keine Aufwendungen für Investitionen. Diese Finanzmittel stehen für andere Maßnahmen zur Verfügung. Auch die zuverlässige Zählerablesung, die Kosten für den Schornsteinfeger und Abrechnung für Wasser- und Abwasserverbräuche gehören zum Servicepaket. Durch den Einsatz effizienter und energiesparender Technik in Verbindung mit der regelmäßigen Instandhaltung und Wartung der Anlage, sinkt der Primärenergieverbrauch. Damit leisten Sie auch einen Beitrag zum Umweltschutz. Im Falle einer Störung leitet die ESAM sofort alle notwendigen Schritte ein, damit das Objekt schnellstmöglich wieder mit Energie versorgt wird. Der Bereitschaftsdienst der ESAM steht dabei rund um die Uhr zur Verfügung.
Weil nicht überall in Riesa aus technischen und wirtschaftlichen Gründen der Anschluss an die Fernwärmeversorgung möglich war, wurde die Idee geboren, das vorhandene Gasnetz zu nutzen und den Hausbesitzern eine dezentrale Wärmeversorgung anzubieten. 1996 begann der Fachbereich Fernwärme die ersten 16 Nahwärmeanlagen in Containerform aufzustellen. 1999 gründeten wir die Sparte Nahwärme. Ein musterhaftes Beispiel für eine großflächige Nahwärmeerschließung in Riesa ist das Wohngebiet in der Pausitzer Delle. Um Nahwärme auch außerhalb der Stadtgrenzen anbieten zu können, gründeten die Stadtwerke Anfang 2003 die Energieservice und Arealmanagement GmbH.
Der Begriff „Contracting“ wird abgeleitet von dem englischen Wort „contract“, welches übersetzt „Vertrag“ bedeutet. Nach dem Wortlaut betrachtet, steht es nur für eine Vertragsbeziehung zwischen zwei oder mehr Partnern. Im deutschen Sprachraum bezieht sich der Begriff allerdings auf Versorgungskonzepte für Immobilien mit Energie. Als ideeller Erfinder des Contractings wird häufig der schottische Erfinder der Dampfmaschine, James Watt, betrachtet. Dieser hatte, nachdem seine Dampfmaschine die Serienreife erreichte und bereits industriell gefertigt werden konnte das Problem, dass niemand sie kaufen wollte. Die Lösung zur Einführung der neuen Technik brauchte ein Konzept, das nicht nur den Verkauf beinhaltete. Gemeinsam mit dem Industriellen Matthew Boulton verlieh er seine Maschinen und machte dem Abnehmer folgendes Angebot: „Wir werden Ihnen eine kostenlose Dampfmaschine überlassen. Wir werden diese installieren und für fünf Jahre den Kundendienst übernehmen. Wir garantieren Ihnen, dass die Kohle für die Maschine weniger kostet, als Sie gegenwärtig an Futter für die Pferde aufwenden müssen, die die gleiche Arbeit tun. Und alles, was wir von Ihnen verlangen, ist, dass Sie uns ein Drittel des Geldes geben, das sie sparen.“ Was wie eine gute Idee aus dem 18. Jahrhundert anmutet, funktioniert im 21. Jahrhundert noch besser! Ersetzt man im Text die Dampfmaschine mit einer modernen Energieanlage und das Futter der Pferde mit den Aufwendungen für (teure)Energieträger, hat man eine perfekte Beschreibung der am häufigsten realisierten Contractingform – dem Energieliefer-Contracting.
Ein Eigentümer eines Mehrfamilienhauses betreibt eine Wärmeversorgungsanlage. Weil sie zu alt ist oder technische Mängel hat, muss die Anlage erneuert werden. Der Hauseigentümer schließt einen Nahwärmevertrag mit der ESAM. Die ESAM plant und installiert eine neue Heizungsanlage. Dabei übernimmt die ESAM die Kosten sowohl für die neue Anlage als auch für die Demontage und Entsorgung der alten. Die ESAM ist Eigentümerin der neuen Anlage und realisiert für den Kunden den kompletten Service. Das heißt: Die ESAM pflegt, kontrolliert, wartet und optimiert die Anlage während der gesamten Vertragslaufzeit. Der Kunde muss sich um nichts kümmern. Als Gegenleistung zahlt der Kunde an die ESAM ein monatliches Nahwärme-Entgelt.
Nahwärme der ESAM ist mehr als nur die reine Wärmeversorgung. Es ist eine Dienstleistung, die mit der Planung und Anschaffung der Heizanlage beginnt, und bei der Wartung und Abrechnung noch längst nicht endet. Nahwärme der ESAM ist Energieversorgung, Anlagenpflege und Abrechnung aus einer Hand. Was für Sie die optimale Lösung ist, kann nur eine Vollkostenrechnung zeigen. Dabei berät Sie die ESAM gern persönlich.
Erdgas (gelb) wird in einen Erdgas- Brennwert-Kessel gespeist. Trinkwasser (blau) wird in einen Warmwasserspeicher gespeist. Durch Verbrennung des Erdgases im Kessel wird Heizwasser erhitzt. Dieses Heizwasser wird wiederum genutzt, um das kalte Trinkwasser im Warmwasserspeicher zu erhitzen. Das erhitzte Heizwasser wird über den Heizwasserkreislauf in die Wohnungen gepumpt. Auch das heiße Trinkwasser gelangt in die Wohnungen, jedoch über Extraleitungen. Das Heizwasser sorgt durch Heizkörper in den Wohnungen für wohlige Wärme. Das heiße Trinkwasser wird zum Duschen, Baden oder Kochen verwendet.
Wenn Sie auf Nahwärme der ESAM setzen, setzen Sie auf effiziente, ressourcenschonende Technik. In Riesa beispielsweise setzt die ESAM auf das vorhandene Erdgasnetz der SWR. Das ist am umweltfreundlichsten, weil unter allen fossilen Brennstoffen Erdgas am saubersten verbrennt. In Verbindung mit dem Ausbau der Fernwärmenetze und der Umstellung auf Erdgas haben die SWR dadurch nahezu alle Kohleheizungen aus Riesa verbannt. Sie können sogar die Heizanlage mit Stromerzeugung koppeln (Kraft-Wärme-Kopplung). Dann holen Sie aus der gleichen eingesetzten Brennstoffmenge noch mehr Energie heraus. Das schont die eingesetzten Ressourcen und senkt die Emissionen von Luftschadstoffen sowie Kohlendioxid.
Die ESAM bietet in erster Linie Nahwärme als Contracting-Modell für Hauseigentümer. Aber auch ganze Liegenschaften können die Dienste der ESAM in Anspruch – so wie das Sächsische Staatsweingut „Schloss Wackerbarth”. Des Weiteren erstellt die ESAM Gebäudeenergieausweisein allen Varianten. Kunden können diesen selbst im Internet oder gemeinsam mit einem Mitarbeiter der ESAM erstellen. Darüber hinaus betreibt die ESAM im Auftrag der SWR die Elbfähre Riesa-Promnitz und den Verkehrslandeplatz Riesa-Göhlis. Damit übernimmt das Unternehmen infrastrukturelle Verantwortung für die Stadt.
Auf die Dienste der ESAM setzen rund 4.000 Kunden in Sachsen und sogar in Sachsen-Anhalt. Einer der wichtigsten und prominentesten ist das Schloss Wackerbarth. Des Weiteren zeugen 40.000 Fahrgäste bzw. Passagiere jedes Jahr zeugen von der Bedeutung der Elbfähre Riesa-Promnitz und des Verkehrslandeplatzes Riesa-Göhlis.