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FAQ: Energieversorgung

1. Stromversorgung

1.1 Wie setzt sich der Strom der SWR zusammen?

11 % Erneuerbare Energien (z.B. Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie), 12 % Kernkraft und 77 % fossile und sonstige Energieträger (z.B. Steinkohle, Erdgas)

 

1. 2 Wo kommt der Strom der SWR her?

Die SWR erzeugen 30 % ihrer Gesamt-Stromlieferungen selbst. Dies erfolgt umweltfreundlich (Kraft-Wärme-Kopplung) in den erdgasbetriebenen Heizkraftwerken Weida, Merzdorf und Pausitz. Den restlichen Bedarf kaufen die Stadtwerke auf dem freien Strommarkt ein.

 

1.3 Was ist Kraft-Wärme-Kopplung?

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Umwandlung von eingesetzter Energie in mechanische oder elektrische Energie und Nutzwärme. Es ist die effizienteste Methode zur energetischen Nutzung von Brennstoffen. Die SWR setzen dieses Prinzip in drei Heizkraftwerken ein und erzeugen damit 30 % ihrer Gesamt-Stromlieferungen sowie Heizwasser und Dampf zur Fernwärmeversorgung. Durch die doppelte Nutzung der eingesetzten Energie werden natürliche Ressourcen wie Erdgas geschont und die Kohlendioxid-Emissionen reduziert. Der Brennstoff-Ausnutzungsgrad beträgt in unseren Heizkraftwerken über 80 % und ist damit doppelt so hoch wie bei konventionellen Kraftwerken.

 

1.4 Was ist eine Kilowattstunde? Was ist elektrische Arbeit?

Kilowattstunde ist die Einheit für elektrische Arbeit oder elektrische Energie. Die Abkürzung ist kWh. Elektrische Arbeit beschreibt die Menge an Energie, die in einem Zeitraum erzeugt oder verbraucht wird. Je länger ein elektrisches Gerät konstant läuft, desto mehr Arbeit oder kWh verbraucht es.

Beispiel: Eine 100 Watt Glühbirne bleibt 10 Stunden lang eingeschaltet. Dann sind das 100 Watt mal 10 Stunden gleich 1000 Wattstunden oder 1 Kilowattstunde.

2. Erdgasversorgung

2.1 Woraus besteht Erdgas?

Mit einem Anteil von rund 96 % ist die brennbare Kohlenwasserstoffverbindung Methan (CH4), ein ungiftiges Gas, der Hauptbestandteil von Erdgas. Weitere Bestandteile sind die höherwertigen Kohlenwasserstoffe Ethan, Propan, Butan sowie Stickstoff und Kohlenstoffdioxid. Erdas ist von Natur aus unsichtbar und geruchslos. 

 

2.2 Welche Qualität hat das von den SWR gelieferte Erdgas?

Erdgas ist nicht gleich Erdgas. Es gibt verschiedene Qualitäten mit unterschiedlich hohem Brennwert. Die SWR liefern Ihnen konstant das qualitativ hochwertige Erdgas der Gruppe H*. Dieses hat im Mittel einen Brennwert von 11,1 kWh/m³. Die Zusammensetzung des Erdgases unterliegt regelmäßigen strengen Kontrollen. Auch beim Druck in den Netzleitungen gibt es Unterschiede. Die SWR betreiben in ihrem Netzgebiet flächendeckend Erdgasnetze sowohl mit Niederdruck als auch mit Mittel- und Hochdruck. Damit versorgen wir Sie genau so, wie es Ihren Anforderungen entspricht.

 

2.3 Was sagt die Nennwärmeleistung aus?

Dieser Wert gibt die Abgabeleistung eines Wärmeerzeugers in Kilowatt (kW) an. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) legt fest, dass die maximale Leistung des Wämeerzeugers für ein Wohngebäude aufgrund einer sogenannten Wärmebedarfsberechnung bestimmt wird, damit überdimensionierte, unwirtschaftliche und vor allem auch Heizungsanlagen mit hohem Schadstoffausstoß vermieden werden.

 

2.4 Warum wird der Erdgasverbrauch in Kubikmeter (m³) abgelesen, aber in Kilowattstunden (kWh) abgerechnet?

Die Fachverbände der Gaswirtschaft haben festgelegt, Erdgas anhand der gelieferten Energiemenge abzurechnen. Dazu ist die Schaffung einiger technischer Voraussetzungen notwendig. Gleichzeitig wurde die für eine Energiemenge zulässige Maßeinheit bestimmt. Also wird bei der thermischen Abrechnung von Erdgas die gesetzlich zulässige Einheit "Kilowattstunde (kWh)“ verwendet. Für die Ermittlung der Daten zur Gasabrechnung kann das GVU zwischen zwei Verfahrensweisen wählen. Die SWR haben sich für das Verfahren „Energie als Abrechnungsgröße“ entschieden. Hierbei wird die Energie der gelieferten Gasmenge in kWh aus dem Abrechnungsvolumen und dem Abrechnungsbrennwert ermittelt.

 

2.5 Was bedeutet “Thermische Gasabrechnung”?

Auf der Jahresrechnung wird der Zählerstand zu Beginn und am Ende des Abrechnungszeitraums angegeben. Die Differenz zwischen diesen beiden Zählerständen ergibt das Abrechnungsvolumen, das in Betriebskubikmeter (m³) angegeben wird. Dieses Abrechnungsvolumen wird mit dem Umrechnungsfaktor multipliziert, damit alle Kunden in unserem Versorgungsgebiet gleich behandelt werden. Um den Wärmeinhalt des Erdgases genau zu bestimmen, berücksichtigt der Umrechnungsfaktor deshalb den jährlichen durchschnittlichen Brennwert, den Gasdruck, die Gastemperatur und den mittleren örtlichen Luftdruck. Damit sind die Zustandsbedingungen unseres Erdgases an den Riesaer Verbrauchsort angepasst. Das bedeutet für Sie, dass Ihr Erdgasbezug nicht in Cent/m³, sondern je gelieferte Energiemenge in Cent/kWh abgerechnet wird.

3. Fernwärmeversorgung

3.1 Was ist Fernwärme?

Als Fernwärme bezeichnet man den Transport von thermischer Energie vom Erzeuger zum Verbraucher, meist zur Heizung von Gebäuden. Die Heizenergie wird zentral in modernen Kraftwerken erzeugt, direkt in die Häuser transportiert und dort über Wärmetauscher in Zentralheizungen eingespeist. Das abgekühlte Wasser wird dann in das Heizkraftwerk zurückgepumpt.

 

3.2 Woher kommt die Fernwärme der SWR eigentlich?

Wir betreiben insgesamt drei Heizkraftwerke und drei Heizwerke. Während in den Heizwerken das Erdgas mit hohem Wirkungsgrad in Wärme umgewandelt wird, wird in den Heizkraftwerken darüber hinaus dank Kraft-Wärme-Kopplung äußerst effizient Strom erzeugt. Die erzeugte Wärme nutzen wir zum Erhitzen von Wasser, dass wir Ihnen unterirdisch direkt nach Hause liefern.

 

3.3 Worin besteht der Unterschied zur Nahwärme?

Mit dem Schlagwort Nahwärme wird die Übertragung und/oder Speicherung von Wärme zwischen Gebäuden zu Heizzwecken umschrieben, wenn sie im Vergleich zur klassischen Fernwärme nur über verhältnismäßig kurze Strecken führt. Nahwärme wird im Unterschied zur Fernwärme in kleinen, dezentralen Einheiten installiert. Die Energieservice und Arealmanagement GmbH (ESAM), ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der SWR, bietet maßgeschneiderte Nahwärmelösungen.

 

3.4 Wie steht es um die Qualität der SWR-Fernwärme?

In den Fernwärmenetzen der SWR kommt nur speziell aufbereitetes Wasser als Wärmeträger zum Einsatz. Die im Trinkwasser gelösten Mineralstoffe, wie Kalzium und Magnesium, die für den menschlichen Organismus lebenswichtig sind, können in Wärmesystemen zu Steinbildung und Korrosion führen. Durch Herausfiltern dieser Stoffe schützen wir nicht nur unsere Fernwärmeleitungen, sondern bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihr eigenes Heizungssystem mit unserem Heizwasser zu speisen, um die Lebensdauer Ihrer Heizkörper und Heizungsrohre zu verlängern.

 

3.5 Warum gibt es einen Anschluss- und Benutzungszwang?

Am 2. August 1995, geändert am 4. April 2006, trat die Fernwärmeversorgungssatzung der Großen Kreisstadt Riesa im Kraft. In dieser werden für das Stadtgebiet Riesa Fernwärmeversorgungsgebiete ausgewiesen, in denen die Versorgung mit Wärmeenergie über das Fernwärmenetz der Stadtwerke Riesa erfolgt. Damit verfolgen die Stadtwerke und die Stadt Riesa das Hauptziel, die Emissionsquellen für Luftschadstoffe und Treibhausgase zu reduzieren.

4. Gasgeruch! Was tun?

4.1 Was muss ich beachten?

  • Sofort alle Flammen löschen!
  • Keine elektrischen Schalter und Klingeln betätigen!
  • Telefonieren Sie nicht mit dem Festnetz oder Mobiltelefon im Gebäude!
  • Fenster und Türen zum Durchlüften öffnen!
  • Gashauptsperreinrichtung im Keller schließen!
  • Benachrichtigen Sie die übrigen Hausbewohner (Wichtig: Klopfen, nicht Klingeln!) und verlassen Sie so schnell wie möglich das Haus!
  • Rufen Sie unseren Entstörungsdienst von außerhalb des Gebäudes an: 03525 872403
  • Wenn Gasgeruch in Räumen auftritt, die nicht ohne weiteres zugänglich sind, rufen Sie die Polizei bzw. Feuerwehr, die sich Zutritt verschaffen dürfen.
  • Erwarten Sie den Notdienst bzw. Feuerwehr und Polizei an der offenen Haustür außerhalb des Gebäudes!

 

4.2 Was muss ich am Telefon angeben?

  •  Nachname, Vorname
  • Adresse
  • Art der Störung
  • Telefonnummer des Apparates, von dem Sie außerhalb telefonieren

5. Stromausfall! Was tun?

5.1 Was soll ich zuerst tun?

Schauen Sie nach, ob alle Sicherungen und die Leitungsschutzschalter eingeschaltet sind. Überprüfen Sie bitte, ob nur in Ihrem Haus bzw. Teilen Ihres Hauses der Strom ausgefallen ist. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Fehlerursache in diesem Fall häufig außerhalb der stadtwerkseigenen Anlagen zu suchen ist. Falls dem so ist: Wenden Sie sich bitte an eine Elektroinstallationsfirma Ihrer Wahl.Sind vom Stromausfall mehrere Häuser bzw. ein ganzer Straßenzug betroffen, ist ein Fehler im Versorgungsnetz der Stadtwerke zu vermuten. Unser Entstörungsdienst unter der Rufnummer 03525-872403 wird Ihnen weiterhelfen.

 

5.2 Brand- und Schmorgeruch im Bereich des Zählerschrankes! Was ist zu tun? 

  • Leitungsschutzschalter ausschalten
  • Sicherungen herausdrehen/ausschalten

 

5.3 Brand- und Schmorgeruch am Elektrogerät! Was ist zu tun?

  • Gerät ausschalten
  • Netzstecker ziehen
  • Entsprechende Sicherung herausdrehen/ausschalten

 

5.4 Was muss ich am Telefon angeben?

  • Nachname, Vorname
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • eventuell Zählernummer

 

5.5 Welche Fragen muss ich beantworten? 

  • Wann haben Sie den Stromausfall bemerkt?
  • Sind Sie allein vom Stromausfall betroffen?
  • Haben Leitungsschutzschalter bzw. Sicherungen im Zählerschrank ausgelöst?
  • Welche Anlage ist betroffen?
  • Ist nur ein Elektrogerät betroffen?
  • Haben Sie andere Störungen außerhalb des Hauses bemerkt - z. B. Verteilerschrank beschädigt, Nachbarhaus ebenfalls ohne Strom?

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