Wir schützen Mensch und Natur




Eine 24-Stunden-Energieversorgung erfordert 24 Stunden Umweltschutz. Bei uns beginnt die Verantwortung für Natur und Gesundheit bei der Planung einer technischen Anlage. Und sie reicht über die verlustarme Energieverteilung, dem sicheren Umgang mit Gefahrstoffen bis hin zur Einhaltung der Immissionsgrenzwerte für Lärm. Die Basis für unsere sichere und umweltorientierte Energieversorgung ist ein strenges, regelmäßig von Fachverbänden geprüftes "Technisches Sicherheitsmanagement".


Wir schonen wertvolle Ressourcen:

Verluste im Gas- oder Fernwärmenetz verschwenden wertvolle natürliche Ressourcen wie Erdgas und Wasser. Sie stellen für die SWR zugleich einen wirtschaftlichen Schaden dar.


So minimieren wir Erdgas-Netzverluste:

Die SWR haben es bis 2002 geschafft, alle alten störanfälligen Graugussleitungen stillzulegen oder zu sanieren. Ersetzt wurden die Graugussrohre ausschließlich von extrem langlebigen Stahl- und Polyethylenleitungen (PE). Vor allem die PE-Leitungen lassen sich flexibel handhaben, schnell montieren und verursachen geringere Kosten. Sichere Technik ist das eine, deren fachgerechte Montage das andere. Deshalb beauftragen die Stadtwerke Riesa ausnahmslos zugelassene Unternehmen.


So minimieren wir Fernwärme-Netzverluste:

Auch wenn es um das Minimieren der Fernwärmenetzverluste geht, sind zwei Dinge am wichtigsten: Wie die Rohre verlegt werden, und wer sie verlegt. Es gibt drei Möglichkeiten Fernwärmerohre zu verlegen: Freileitungen, die Kanalverlegung und das Mantelrohrverfahren. In den sechziger Jahren wurden die Fernwärmetrassen ausschließlich oberirdisch und in Kanälen verlegt. Heute existieren im Netzgebiet der SWR nur noch 220 Meter Freileitungen und 18 Kilometer der kanalverlegten Rohre. Seit 2000 verlegen die SWR ausschließlich im Mantelrohrverfahren. Eine optimale Überwachung und Wartung sowie eine gut geführte Wasserchemie unterstützen die Minimierung der Verluste.


Reifenwerk und Stadtwerke schonen Ressourcen vorbildlich:

Die SWR liefern Dampf für die Produktionsprozesse des Reifenwerks. Der Dampf wird im Heizkraftwerk (HKW) Merzdorf emissionsarm dank Erdgas und Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Das Reifenwerk kann jedoch nicht die gesamte Wärmeenergie des Dampfes nutzen. Das ist technologisch bedingt. Die ungenutzte Energie liefert das Reifenwerk im Kondensat ans HKW Merzdorf zurück. Dort wird das Kondensat wieder in den Erzeugungsprozess eingespeist. Die im Kondensat enthaltene Wärmeenergie nutzen die SWR, um Brennstoffkosten zu sparen. Übrigens vermeiden die Stadtwerke dadurch auch den Verbrauch von wertvollem Wasser sowie die Kosten für dessen Aufbereitung.


Täglicher Schutz Mensch und Natur:

Sicherer Umgang mit wassergefährdenden Stoffen:

Unsere Mitarbeiter haben täglich mit wassergefährdenden Stoffen (WGS) zu tun. Um einen sicheren Umgang mit diesen Substanzen zu gewährleisten, haben wir in der "Betriebsanweisung über den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen" strenge Handlungsvorschriften festgelegt. WGS kommen bei uns in mehreren technischen Anlagen vor. Bei den Heizkraftwerken betrifft es den Heizöltank, die Koaleszenzabscheideranlage, den Öllagerraum und die Schmierölversorgungsanlagen. Ebenso von der Regelung betroffen sind Transformatoren mit Isolieröl.


Sicherer Umgang mit Gefahrstoffen:

Mit der Gefahrstoffbetriebsanweisung sollen neben dem Schutz des natürlichen Bodens Unfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken infolge des Umgangs mit chemischen Stoffen vermieden werden. Wie die WGS-Betriebsanweisung legt auch die Gefahrstoffbetriebsanweisung zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen fest. Unter anderem sind Gefahrstoffe und Arbeitsplätze gemäß der Unfallverhütungsvorschrift zu kennzeichnen. Die Einhaltung der Grenzwerte ist durch die Messung des Arbeitsplatzgrenzwertes (AGW), der technischen Richtkonzentration (TRK) und des biologischen Arbeitsplatztoleranzwertes (BAT) sicherzustellen.


Hochwasserschutz:

Nach dem verheerenden Hochwasser des Jahres 2002 haben die Stadtwerke Riesa einen Hochwasserschutzplan eingeführt. Dieser listet zunächst detailliert alle technischen Anlagen und Objekte in hochwassergefährdeten Gebieten auf. Dazu zählen zirka 60 Trafostationen und 0,4-Kilovolt-Verteiler, der Verkehrslandeplatz Riesa-Göhlis sowie die Elbfähre Riesa-Promnitz mitsamt ihren Steganlagen. Ein exakter Ablaufplan definiert alle durchzuführenden Schutzmaßnahmen vor, während und nach einem Hochwasser. Zum Beispiel sind die Pegelstände der Elbe und ihrer Nebenflüsse flussaufwärts ständig zu überwachen. Hochwasser-Hilfsmittel müssen ständig einsatzbereit sein. Bei Hochwassergefahr ist ein Personaleinsatzplan zu erstellen. Des Weiteren ist ein Ab- und Zuschaltungsplan von Trafostationen und Verteilern Bestandteil der Betriebsanweisung. Nicht zuletzt regelt er die Zusammenarbeit mit betroffenen Kunden in technischer und finanzieller Hinsicht.


Lärmschutz:

Hohe Lärmbelastungen schränken die Lebensqualität ein und können auch ein Risiko für die Gesundheit darstellen. Deshalb müssen wir dafür Sorge tragen, dass die gesetzlichen Bestimmungen und zulässigen Immissionsrichtwerte gemäß der "Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm" und der VDI-Richtlinie 2058 (Verein Deutscher Ingenieure e.V.) eingehalten werden. Hierzu überwachen wir relevante Anlagen, kontrollieren Lärmbelästigungen und veranlassen im Bedarfsfall Lärmminderungsmaßnahmen. Das ist besonders dann der Fall, wenn der von Anlagen der Stadtwerke ausgehende Lärm zu einem Problem für Anwohner und unsere Mitarbeiter wird.

 

Bei Transformatoren beschaffen wir grundsätzlich die dem aktuellen Stand der Technik entsprechenden geräuschärmsten Ausführungen. Auch Gasdruckregelstationen verursachen Lärm. Um diesen minimal zu halten setzen wir lärmdämmende Baustoffe ein. Bei der Anlagenplanung entscheiden wir uns je nach Standort für eine bestimmte Dimensionierung. Wenn sich eine Station in der Nähe eines Wohngebietes befindet, können wir zum Beispiel den Querschnitt der Leitungen vergrößern, um die Gasströmungsgeschwindigkeit und damit den Lärm zu vermindern. Auch unsere Monteure müssen während ihrer Arbeit an einer Gasdruckregelstation vor dem Lärm geschützt werden. Deshalb liegen in großen Anlagen und zusätzlich in allen Fahrzeugen Gehörschutzgeräte bereit.

 

Besonders hoch ist die Lärmbelastung im Innern unserer Fernwärme-Erzeugungsanlagen. Die Gasturbine des Heizkraftwerkes Merzdorf sowie die Blockheizkraftwerks-Anlagen aller anderen Standorte sind ausnahmslos in Schallschutzkabinen untergebracht. Auch die Brenner der Kessel befinden sich unter einer Schallschutzhaube. Selbstverständlich müssen unsere Mitarbeiter beim Betreten eines entsprechend lärmbelasteten Bereichs Gehörschutz tragen. Nach außen verhindert zusätzlich die Gebäudehülle eine Lärmbelastung für Anwohner oder anliegende Betriebe.





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