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Es war die Zeit, als das Riesaer Krankenhaus seinen ersten Computertomographen bekam, die Städtische Galerie und das Lesecafé "Casablanca" eröffnet und im Stahlwerk Schornsteine gesprengt wurden. Es war der Tag, an dem Deutschland in der EM-Qualifikation Wales mit 4:1 besiegte: der 16. Oktober 1991.
Wegen des Fußballspiels drängte der Versammlungsleiter, Sparkassendirektor Dieter, damals auch zu einem beschleunigten Verfahren. Das war kein Problem, denn die Gründung des Handels-, Gewerbe- und Verkehrsvereins Riesa (HGV) war gut vorbereitet. Außerdem sollte das Weihnachtsgeschäft schon eine erste Bewährungsprobe werden. Erster Präsident des Vereins wurde Edgar Schröter.
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Hand in Hand für die Stadtentwicklung
Mit der Gründung des HGV knüpften die Riesaer Händler an die Tradition des 1848 gebildeten Gewerbevereins der Stadt an. Bürger aus unterschiedlichsten Schichten und Gewerbezweigen hatten damals schon erkannt, dass man nur gemeinsam Einfluss auf die Entwicklung der Stadt nehmen kann.
1992 stellte die Marktwirtschaft völlig neue Ansprüche an Händler und Gewerbetreibende. Auf der grünen Wiese entstanden große Einkaufszentren, der Innenstadt drohte der Kollaps. Der Verein verstand sich als Interessenvertreter seiner Mitglieder gegenüber der Stadt und dem Landkreis und unterstützte sowohl etablierte Unternehmen als auch Neueinsteiger. Es ging aber auch um einheitliche Öffnungszeiten und verbesserten Service für die Kunden. "Mitglied im HGV – Dieses Zeichen steht für Freundlichkeit und Service" war auf dem ersten HGV-Aufkleber zu lesen. Eng arbeitete der HGV mit anderen Vereinen und Organisationen zusammen, die ähnliche Ziele verfolgten.
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Stadtbahn, Automeile & Co.
1993 machte der HGV mit einem Stadionfest erstmals Schlagzeilen, aber auch mit der ersten „MittelSachsenSchau“. Er war beim Tag der Sachsen und vielen anderen großen Veranstaltungen in der Stadt federführend dabei. 1995 wurde die Automeile aus der Taufe gehoben, die seither einen festen Platz im Riesaer Veranstaltungskalender hat.
Heute sieht sich der HGV vor allem als „Dachmarke“ für Riesaer Vereine, die sich den gleichen Zielen verpflichtet fühlen. Der Verein der Innenstadthändler WiR e.V. ist zum Beispiel ebenso Mitglied im HGV wie der Stadtbahnverein.
Und wer hat vor 20 Jahren geahnt, dass der Tourismus in Riesa mal eine wichtige Rolle spielen und der Bereich „Verkehr“ im Vereinsnamen so große Bedeutung erlangen würde? Folgerichtig war es der HGV, der im Jahr 2005 mit Unterstützung durch die Stadt den Aufbau einer Stadtinformation in Angriff nahm und noch heute Träger der Riesa Information ist. „Der HGV hat in den letzten 20 Jahren vieles, was heute eine große infrastrukturelle Bedeutung für die Attraktivität der Innenstadt hat, auf den Weg gebracht. Zu den wichtigsten und zuverlässigsten Partnern haben dabei immer die Stadtwerke gehört“, betont HGV-Präsident Kurt Hähnichen. Und man darf jetzt schon gespannt sein, was sich der Verein anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums im Oktober einfallen lassen wird.