Fleißiges Jahr für mehr Versorgungssicherheit

19.08.2010

Die Stadtwerke Riesa investieren im Jahr 2010 2,7 Millionen Euro in die Versorgungssicherheit. Hier ein Überblick über die wichtigsten Projekte des Jahres.

Strom

 

Rohrforschungszentrum ans Stromnetz angeschlossen

Das neue Rohrforschungszentrum ist in aller Munde. Auch die Stadtwerke Riesa haben in diesem Jahr am Bau mitgewirkt. Für die Stromversorgung, die eine Gesamtanschlussleistung von 4 Megavolt-Ampere erfordert, haben die SWR eine Mittelspannungstrasse (Spannungsebene von 20 Kilovolt) auf einer Länge von knapp zwei Kilometer verlegt. Diese separate Einspeisung ist wichtig, weil die Walzvorgänge hohe Anschlussleistungen erfordern. Der Bau der Kabeltrasse wurde in sechs Bauabschnitten verwirklicht. Start war Ende Mai am Umspannwerk Nord. Der letzte Bauabschnitt endet Mitte September im Bereich der zukünftigen Schlossbrücke. Ende des Jahres sollen die Kabel dann innerhalb des Brückenkörpers der neuen Radwegbrücke geführt und in die Trafostation am Rohrforschungszentrum eingebunden werden.

 

Trafostation Pausitz modernisiert

Zurzeit wird die Mittelspannungsschaltanlage in der Trafostation Pausitz erneuert. Die neue Schaltanlage ist besonders wirtschaftlich und zeichnet sich durch sehr lange wartungsarme Betriebszeiten, einfache Benutzerführung und problemlose Entsorgung am Ende der Lebensdauer aus. Ihre moderne Bauweise gewährleistet eine hohe Betriebssicherheit. Die Trafostation befindet sich auf dem Firmengelände der Bus-Elektronik und ist eine sehr wichtige Nahtstelle des gesamten Stromnetzes der SWR.

 

Erschließung Wohngebiet Ziegeleistraße

Die Ziegeleistraße wurde in der jüngeren Vergangenheit für neue Eigenheimstandorte ausgebaut. Auf den letzten noch freien Grundstücken werden demnächst Eigenheime errichtet. Das erhöht den Strombedarf, den die Stadtwerke über eine zusätzliche Kabeleinspeisung von der Trafostation am Wasserwerk an der Leutewitzer Straße decken werden. Dazu wird eine Niederspannungstrasse auf einer Länge von 350 Meter verlegt. Die Arbeiten beginnen in den nächsten 14 Tagen und enden Ende September.

 

Erdgas

 

Erneuerung Erdgastrasse Rittergutstraße

Im Zuge des grundhaften Ausbaus der Rittergutstraße wurden 360 Meter neue Mitteldruck-Gasleitungen verlegt. Dabei wurden moderne Polyethlyenrohre (PE) verwendet. Die Arbeiten begannen im April und wurden im Juli fertiggestellt.

 

Neue Gasdruckregelstation Freitaler Straße

Zurzeit wird die Gasdruckregelstation an der Freitaler Straße erneuert. Die alte wurde letzte Woche abgerissen, die neue diese Woche errichtet. Die Anlage speist aus dem Hochdruck-Netz ins Mitteldruck- und Niederdruck-Netz ein. In diesem Zusammenhang wurde auch die Straßenquerung durch die Pausitzer Straße erneuert.

 

Erneuerung Erdgastrasse Gröba/Stadtmitte

Anfang September beginnen die SWR 370 Meter alte Stahlrohre einer Mitteldruckgasleitung gegen moderne PE-Rohre auszutauschen. Die Trasse verläuft vom ehemaligen Finanzamt bis zur Elbeeisenbahnbrücke.

 

Gasdruckregelstation für künftiges Gewerbegebiet

Bis Ende September errichten die SWR eine Gasdruckregelanlage im künftigen Gewerbegebiet an der Rostocker Straße. Damit vollziehen sie einen weiteren Schritt in der Erschließung des Gewerbegebietes. Die Anlage speist aus dem Hochdrucknetz in das bereits zum Teil vorhandene Mitteldrucknetz des Gewerbegebietes ein. Im Gegenzug wird die Gasdruckregelstation in der Nähe des Freibades Weida zurückgebaut.

 

Fernwärme/Erzeugung

 

CO2-neutrale Wärme für Rohrforschungszentrum

Damit die SWR den neuen Forschungs- und Gewerbepark zuverlässig und umweltgerecht mit Wärme versorgen können, haben sie eine neue ökologische und effiziente Anlage geplant. Bis November 2010 wird eine Wärmeerzeugungsanlage in Betrieb genommen, die mit Holzpellets, einem CO2-neutralen Brennstoff, betrieben wird. Die Anlage wird den bestehenden Standort „Heizwerk Studienakademie” vergrößern. Die jetzige Anlage ist an ihre Kapazitätsgrenze angelangt. Als weitere Maßnahme haben die SWR auf einer Länge von 300 Meter eine neue Fernwärmetrasse zum Rohrforschungszentrum verlegt, die in ihrer Dimension größer ist als die vorherige. Dr. Thorsten Anke, Leiter des Rohrforschungszentrums, erklärt: „Wir begrüßen es, dass wir unseren Heizenergiebedarf mit effizient und regenerativ erzeugter Wärme decken werden.” Mit dem Heizwerk Studienakademie versorgen die SWR bereits heute mehrere Kunden in der unmittelbaren Nähe mit Wärme – unter anderem die staatliche Studienakademie selbst.

 

Emissionssenkung am Standort Weida

Mit zwei neuen Kesseln haben die SWR in diesem Jahr das Heizkraftwerk Weida auf einen neuen technologischen Stand gebracht. Beide ersetzen jeweils ein älteres Modell, werden mit Erdgas betrieben, haben eine thermische Leistung von sechs bzw. acht Megawatt und wurden in Deutschland hergestellt. Die SWR senken durch die neuen Kessel die Stickoxide-Emissionen am Standort Weida um rund 40 Prozent. Beide Kessel haben auch um fünf Prozent höhere Wirkungsgrade als ihre Vorgänger. Damit müssen die SWR weniger Erdgas verbrennen, um dieselbe Menge Wärme zu erzeugen. In der Folge reduzieren sie damit auch die Kohlendioxid-Emissionen. Die Arbeiten wurden bereits im Mai beendet.

 

Mehr Versorgungssicherheit in Wohngebieten

Im April haben die SWR in der Plauener Straße 19a bis 19e auf einer Länge von 30 Metern ein alte Fernwärmeleitung aus Stahl durch ein modernes Kunststoffmantelrohr ersetzt. Im Juni wurde ein Mehrfamilienhaus auf der Friedrich-List-Straße an das Fernwärmenetz angeschlossen. Vorher wurde das Gebäude mit Kohle beheizt. Gleiches wird bis Ende September mit einem Mehrfamilienhaus auf der August-Bebel-Straße erfolgen.

 

Fernwärme/Erzeugung: Druckprobe am Elbufer

Alle sechs Erzeugungsanlagen der SWR müssen wie ein Auto regelmäßig vom TüV geprüft werden. So werden die Kessel, die die Fernwärme erzeugen, jährlich einer äußeren, aller drei Jahre einer inneren und aller neun Jahre einer Wasserdruckprüfung unterzogen. Unter anderem war dieses Jahr im Heizkraftwerk Elbufer die Druckprüfung an der Reihe.