Stadtwerke und Goodyear Dunlop bekräftigen Zusammenarbeit

03.08.2012

Seit vielen Jahren sind die Stadtwerke Riesa und das Riesaer Reifenwerk der Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH Partner. Kern der Zusammenarbeit ist die Versorgung des Reifenwerkes mit Prozessdampf für die Reifenproduktionsprozesse. Jetzt haben beide Unternehmen ihre Zusammenarbeit für die Zukunft bekräftigt.

„Mit den Stadtwerken verbindet uns seit jeher eine vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit. Diese fortzuführen, insbesondere auf dem Gebiet des Umweltschutzes, hat für uns einen hohen Stellenwert“, sagt Werksdirektor Bruno Kihm.

 

„Das Riesaer Reifenwerk von Goodyear Dunlop vereint Heimatverbundenheit mit Weltoffenheit. Es blickt dank seiner wegweisenden Investitionen in eine erfolgreiche Zukunft. Es ist uns daher enorm wichtig, für das Reifenwerk auch in Zukunft der verlässliche Energiedienstleister vor Ort zu sein“, erklärt SWR-Geschäftsführer René Röthig.

 

Die Versorgung mit Dampf besteht seit 1995. Zurzeit beträgt die jährliche Menge 80.000 Tonnen. Den Dampf erzeugen die SWR mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in ihrem Heizkraftwerk Merzdorf. KWK ist mit Wirkungsgraden von über 80 Prozent das effizienteste Energieumwandlungsverfahren. Ab 2013 wird ein Teil des Dampfes aus dem Abwärmenutzungsverfahren bei Feralpi Stahl gewonnen.

 

Neben der Dampfversorgung stellt die Reifenlogistikhalle ein weiteres Beispiel für partnerschaftliches Zusammenwirken in Sachen Umweltschutz dar. Der Eigentümer der Halle, die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH, hat 2010 auf dem Hallendach eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1,2 Megawatt installiert. Die Anlage ist damit die mit Abstand größte Anlage dieser Art in Riesa. Sie speist jährlich rund eine Million Kilowattstunden Strom ins Netz – genug für 350 Haushalte.

 

„Die Reifenlogistikhalle für Goodyear-Dunlop war eine wegweisende Entscheidung, die Hand in Hand mit unserem Konzept eines trimodalen Containerterminals einhergeht, sagt SBO-Geschäftsführer Detlef Bütow. „Die zusätzliche Investition in die Photovoltaikanlage ist dabei unser Beitrag für die Verwirklichung der ehrgeizigen bundesdeutschen Klimaschutzziele.“

 

Stadtwerke-Chef René Röthig sieht im größten Solarkraftwerk der Stadt ein positives Beispiel für die partnerschaftliche Umsetzung von Maßnahmen zum Erreichen der Energiewendeziele: „Die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH agiert mit der riesigen Photovoltaikanlage vorbildlich in Sachen Umweltschutz. Damit Anlagen wie diese reibungslos regenerativ erzeugten Strom in unser Netz einspeisen können, investieren wir kontinuierlich in den Netzausbau sowie die Stabilität und Zuverlässigkeit unseres Stromnetzes. In den letzten drei Jahren haben wir dafür insgesamt vier Millionen Euro in die Hand genommen.“