Immer gut versorgt - auch bei minus 18 Grad

17.02.2006

Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Die Riesaer froren im Januar bei durchschnittlich minus 3,77 Grad. Dies war der niedrigste Wert seit 1996. Doch auch bei diesen Extremtemperaturen war die Energieversorgung der Stadtwerke Riesa sicher. Es gab keine Versorgungsunterbrechungen zu verzeichnen.

Strom: Investitionen zahlen sich aus

Die Stromversorgung der Stadtwerke Riesa zählt bundesweit zu den zuverlässigsten. Im Jahr 2005 betrug die Versorgungsunterbrechung nur 16,47 Minuten. Die Riesaer wurden demnach mit einer Zuverlässigkeit von 99,997 Prozent versorgt. Dieser hervorragende Wert wurde deshalb erreicht, weil viele Anlagen und Netze beginnend ab dem Jahr 1994 neu errichtet bzw. erneuert wurden und nach wie vor kontinuierlich in die Pflege und Wartung investiert wird. Auch der zuverlässigen Stromlieferung unseres Vorlieferanten ist es zu verdanken, dass Riesa stets "unter Spannung" steht.

 

Erdgas: Sondertests im Winter

Auch bei der Gasversorgung bildet eine zielgerichtete Instandhaltung des insgesamt ca. 180 Kilometer langen Netzes die Grundlage für die enorm hohe Versorgungssicherheit. Neben der regelmäßigen Funktionsprüfungen und Wartung der Anlagen und Leitungsnetze werden zusätzliche Sondertests in Frostperioden durchgeführt. Durch zielgerichtete, langfristige Planungen und Investitionen wird dauerhaft daran gearbeitet, die Versorgungssicherheit für Erdgas hinsichtlich der Verfügbarkeit und des sicheren Umgangs weiter zu erhöhen. Neben allem Eigenaufwand, leistet natürlich unser zuverlässiger Erdgaslieferant, die Verbundnetz Gas AG, einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit.

 

Fernwärme: Warmwasser auch bei Minusgraden

Auch unsere Fernwärmesparte konnte eine stetige Versorgungssicherheit im Januar verzeichnen. Im Gegensatz zur Strom- und Gasversorgung decken hier die Stadtwerke ihren Bedarf komplett durch Eigenerzeugung ab. Verantwortlich dafür ist ein Anlagenpark bestehend aus drei Heizkraftwerken (Weida, Merzdorf, Pausitz) und zwei Heizwerken (Elbufer, August-Bebel-Straße). Alle Anlagen bzw. Standorte sind mit modernster PC-Leittechnik miteinander verknüpft. So können z.B. Störungen im Heizwerk an der Bebelstrasse vom Heizkraftwerk Merzdorf aus vorzeitig erkannt und die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden. Doch selbst bei Spitzentemperaturen von minus 18 Grad gab es in unseren Heizwerken und Heizkraftwerken keine Störung zu verzeichnen, die Auswirkungen auf den Kunden hätte haben können. Bei Kundenanlagen wurden im Januar vier Störungen registriert, jedoch allesamt ohne Folgen für den Kunden.

 

Vorteil Erdgas: Umweltgerecht und ständig verfügbar

Als Brennstoff für unsere Kessel und Turbinen in den Heizwerken und Heizkraftwerken dient das umweltgerechte Erdgas. Dank der Reservevorhaltung besteht ein äußerst geringes Risiko der Nichtverfügbarkeit. Anders sieht es bei Heizkraftwerken aus, die auf der Verbrennung von Braunkohle basieren. Die Anlieferung dieses Brennstoffes kann nicht über unterirdische Pipelines erfolgen, sondern ausschließlich über Straße und Schiene. Das Risiko der Nichtverfügbarkeit ist demzufolge höher. Aktuellen Medienberichten zufolge sieht zudem Bundesfinanzminister Steinbrück eine Besteuerung für das Heizen mit Kohle vor. Dagegen soll die Stromerzeugung mit Gas von Steuern befreit werden. Der Entwurf soll am 8. März im Bundeskabinett beraten werden.

Somit bildet das Know How unserer erfahrenen Mitarbeiter und die Leistungsfähigkeit unserer technischen Anlagen eine stabile Basis für eine zuverlässige und umweltgerechte Energieversorgung.