SWR erfolgreich beim ersten Schritt einer strategischen Millioneninvestition

30.01.2018

1. deutschlandweite KWK-Ausschreibung – Stadtwerke Riesa haben Zuschlag erhalten

Zahlreiche Gebote wurden in der ersten Ausschreibungsrunde abgegeben, sieben davon haben den Zuschlag für eine KWK-Förderung erhalten. Unter ihnen die Stadtwerke Riesa, die bei der ersten Ausschreibung der Bundesnetzagentur (BNetzA) für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) bis einschließlich 50 Megawatt Anfang Dezember 2017 einen Zuschlag erhalten haben.

Hintergrund

Mit dem neuen Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), gültig ab 2017, gibt es für die Marktteilnehmer neue Rahmenbedingungen beim Bau von KWK-Anlagen. Die Förderung für KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung größer einem Megawatt (MW) ist nicht mehr gesetzlich fixiert sondern wird wettbewerblich ermittelt. Hierfür startete am 1. Dezember 2017 die erste Ausschreibungsrunde, bei der auch die Stadtwerke Riesa ein Gebot abgaben.

Gebotsdetails und Herausforderungen

Für die Stadtwerke Riesa ging es bei der Teilnahme der Ausschreibung um eine Modernisierung für die bereits bestehende Anlage am Kraftwerks-standort Merzdorf. Konkret gilt es hier, in eine Anlage im Leistungssegment von ca. 4 MW (elektrische Leistung) und ca. 7 MW (thermische Leistung) zu investieren. Die Hauptaufgabe und Schwierigkeit des Ausschreibungs-verfahrens bestand in der ökonomischen Bewertung und schlussendlich in der Gebotsermittlung. Viele in der Zukunft liegende Preisszenarien für den Erdgas- und Strommarkt waren zu bewerten und spielen eine zentrale Rolle bei der Wirtschaftlichkeit.

Modernisierung nötig

Die Modernisierung der 1995 in Betrieb gegangenen Anlage und zugleich die Reinvestition in den Standort selbst ist eine der mittelfristigen strategischen Investitionen der Stadtwerke Riesa. Diese Investition wird einen Gesamtumfang von mehreren Millionen Euro umfassen. Für die am Standort abzusichernde Dampflieferung, in Verbindung mit einer Abwärme-nutzung mit und für den Industriesektor, wurden alle technologischen Möglichkeiten hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit untersucht und dahingehend ein Gebot zur KWK-Ausschreibung platziert.

Wirtschaftliche Voraussetzung und ökologischer Aspekt

Der Zuschlag war eine maßgebliche ökonomische Voraussetzung für die geplante Investition in eine strom- und wärmeerzeugende Anlage die für ihre Effizienz und umweltbewusste Technologie bekannt ist. „Die Stadtwerke Riesa freuen sich, mit ihrem Gebot den Zuschlag für die Modernisierung in eine KWK-Anlage erhalten zu haben und nun auch mit Blick auf die Ökologie in eine Hocheffizienzanlage investieren zu können.“, so SWR-Geschäftsführer René Röthig. Die KWK-Technologie unterstützt zudem am Standort Merzdorf die mit dem Sächsischen Umweltpreis prämierte industrielle Abwärmenutzung als Kooperationsprojekt mit dem hiesigen Stahlwerk (Feralpi Stahl). Neben Industrie und Wohnungs-unternehmen, wird nach Abschluss der Sanierungsarbeiten dann auch die Oberschule „Am Merzdorfer Park“ von der innovativen umweltfreundlichen Versorgungsanlage profitieren können.