Neues von den Stadtwerken Riesa

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Hauptverursacher der gestiegenen Strompreise ist der Staat

04.05.2007

„Die Stromrechnungen unserer Kunden werden immer mehr mit staatlichen Abgaben belastet“, kritisiert SWR-Geschäftsführer Dr. Georg Nowak. So hat sich von 1998 bis 2007 der Anteil der staatlichen Abgaben am Strompreis für einen dreiköpfigen SWR-versorgten Haushalt von 128 auf rund 289 Euro pro Jahr erhöht (siehe Grafik). Dies entspricht einer Steigerung von knapp 126 Prozent. Die Kosten für die eigentliche Stromlieferung sind dagegen nur um 76 Euro bzw. 20 Prozent gestiegen. Heute beträgt der staatliche Anteil am SWR-Strompreis fast 40 Prozent.

So setzt sich der Strompreis der Stadtwerke Riesa zusammen:

Den größten Anteil machen mit rund 38 Prozent Steuern und Abgaben aus. Die Kosten für die Errichtung, die Instandhaltung und den Betrieb des Stromnetzes belaufen sich auf 33 Prozent des Endpreises. Die eigentliche Stromlieferung macht nur 29 Prozent des Endkundenpreises aus. Die staatlichen Bestandteile des Strompreises sind die folgenden:

 

Mehrwertsteuer:

In Deutschland beträgt die Mehrwertsteuer zur Zeit 19 Prozent. Sie wird auf die Preise aufgeschlagen.

 

Stromsteuer:

Die Stromsteuer, auch als Öko-Steuer bezeichnet, wurde im April 1999 eingeführt, um einen bewussteren und effizienteren Umgang mit den wertvollen Rohstoffen zu erreichen. In mehreren Stufen wurde diese von 1,02 Cent pro Kilowattstunde auf 2,05 Cent pro Kilowattstunde angehoben; zuzüglich der darauf entfallenden Mehrwertsteuer.

 

Konzessionsabgabe:

Die Konzessionsabgabe ist in der Konzessionsabgabenverordnung (KAV) geregelt. Die KAV ermöglicht es Städten und Gemeinden, eine Abgabe für die Benutzung öffentlicher Wege und Plätze für die Errichtung und den Betrieb von Versorgungsanlagen zu erheben.

 

Belastungsausgleich nach EEG und KWK:

Das Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG) wurde im Bundestag beschlossen, um den Anteil regenerativer Energien am Energie-Mix zu erhöhen. Durch das Gesetz sind die Stromversorger verpflichtet, den Strom, der zum Beispiel aus Wind- oder Sonnenenergie erzeugt wurde, zu einem erhöhten, gesetzlich fixierten Betrag zu kaufen und in ihr Netz einzuspeisen. Die Mehrkosten, die hierdurch entstehen, werden durch ein Umlageverfahren auf alle Verbraucher in Deutschland verteilt. Durch den Anstieg des Stromanteils aus erneuerbaren Energien sind die Stromkosten insgesamt gestiegen. 2006 betrug der Anteil des EEG-Stroms knapp zwölf Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland.