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Neues Klimaprogramm der Bundesregierung: SWR seit 17 Jahren auf dem richtigen Weg

10.04.2008

„Was die Bundesregierung letztes Jahr mit dem neuen Energie- und Klimaprogramm bekräftigte, praktizieren die Stadtwerke Riesa seit 1991. Von der Stadt Riesa wurde es in ähnlicher Form 1995 beschlossen“, sagt Dr. Georg Nowak, Geschäftsführer der Stadtwerke Riesa GmbH.

Dr. Nowak bezieht sich auf die Anwendung von Kraft-Wärme-Kopplung sowie den Ausbau von Fernwärme und Nahwärme seines Unternehmens. Die 1995 vom Stadtrat beschlossene Fernwärmeversorgungssatzung bezeichnet er als „weitsichtige und klimafreundliche Kommunalpolitik“.

 

Im August 2007 hatte die Bundesregierung die Eckpunkte des ihren Worten zufolge „weltweit ambitioniertesten Energie- und Klimaprogramms“ beschlossen. Im Dezember folgten konkrete Inhalte. Deutschland solle bis 2020 den Kohlendioxidausstoß (CO2) gegenüber 1990 um 40 Prozent reduzieren. Zu den 14 Maßnahmen gehört u.a. der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

 

Dazu sagte Bundesumweltminister Sigmund Gabriel in einer Regierungserklärung im April 2007: „Die kombinierte Erzeugung von Strom und Wärme nutzt Energieträger am effizientesten. Entscheidend ist, über Nah- und Fernwärmenetze anfallende Wärme zu nutzen. Deshalb müssen wir den Ausbau der Nah- und Fernwärmenetze stärker fördern.“

 

Dr. Nowak begrüßt die stärkere staatliche Förderung: „Wir prüfen, ob wir weitere KWK-Anlagen in bestehenden Erzeugungsanlagen errichten. Damit könnten wir unsere Emissionsbilanz weiter verbessern.“

 

Das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 40 Prozent weniger CO2-auszustoßen als 1990, setzen die SWR mit jährlich 30 Prozent bereits seit 1996 um.

 

 

Hintergrund:

 

Kraft-Wärme-Kopplung ist die gleichzeitige Umwandlung von eingesetzter Energie in mechanische oder elektrische Energie und Nutzwärme. Die SWR produzieren Strom und Wärme mit KWK in den Heizkraftwerken Weida (*1991), Pausitz (*1994) und Merzdorf (*1995). Damit decken sie rund 40% des Riesaer Strombedarfs.

 

1995 beschloss die Stadt Riesa die Fernwärmeversorgungssatzung, um die Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen zu senken. Die Satzung verpflichtet Hauseigentümer, ihr Gebäude, insofern es im Fernwärmevorzugsgebiet liegt, ans Fernwärmenetz anzuschließen. Ausnahme bildet der Einsatz von erneuerbaren Energien.

 

Die SWR versorgen ca. 40 Prozent der Riesaer Wohnungen mit Fernwärme. In Riesa gibt es sechs in sich geschlossene Fernwärmenetze. Die Wärme transportieren die SWR von den Erzeugungsanlagen direkt in die Häuser und speisen sie dort über Wärmetauscher in Zentralheizungen ein. Sie dient zur Heizung von Gebäuden oder zur Warmwasserbereitung. Das abgekühlte Wasser wird dann in das Heizkraftwerk zurückgepumpt.

 

Nahwärme wird im Unterschied zur Fernwärme in kleinen, dezentralen Einheiten erzeugt. In Riesa gibt es rund 300 Nahwärmeanlagen. Eigentümer und Betreiber der Anlagen ist die Energieservice und Arealmanagement GmbH, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der SWR.