Neues von den Stadtwerken Riesa

Halten Sie sich hier über die Stadtwerke Riesa auf dem Laufenden.

Große Strompreisserie (1 von 3): So stark beeinflusst der Staat den Strompreis

30.01.2009

Wie groß ist der Einfluss des Staates auf die Höhe der Strompreise? Warum werden Netznutzungsentgelte erhoben? Welche Bedeutung hat die Strombörse in Leipzig? Der Strompreis wirft Fragen auf. Die Stadtwerke Riesa geben Antworten. Im ersten Teil von drei Teilen der großen Strompreisserie beleuchtet der Riesaer Energiedienstleister die Bedeutung des Staates für die Höhe des Strompreises.

38 Cent von jedem Euro, den ein Riesaer Haushalt für Strom ausgibt, gehen an den Staat. 31 Prozent entfallen auf die regulierten Netzentgelte. Somit werden nur knapp 31 Prozent des Endkundenpreises vom Markt beeinflusst (linkes Diagramm). Zu den staatlichen Belastungen im Strompreis zählen die Stromsteuer, die Konzessionsabgabe und die Abgaben aus den Erneuerbaren-Energien- und Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzen. Obendrein kassiert der Staat die Mehrwertsteuer.

 

Staatsanteil steigt seit 1998

Die staatlichen Abgaben sind in den letzten zehn Jahren stark gestiegen und beeinflussen den Strompreis massiv. 1998 zahlte ein Riesaer Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden rund 126 Euro pro Jahr an den Staat, heute sind es über 300 Euro (rechtes Diagramm). Dies entspricht einer Steigerung von fast 150 Prozent. Die Kosten für Erzeugung, Transport und Vertrieb stiegen dagegen nur um rund 32 Prozent.

 

Staatslasten europaweit mit am höchsten

Für Haushalte sind die Staatslasten in Deutschland mit am höchsten – nur in Dänemark sind sie höher. Für Industriekunden sind die Staatslasten in Deutschland europaweit am höchsten. Bei Kleingewerbetreibenden kassiert der Staat am Strompreis nur in den Niederlanden und Italien mehr als in Deutschland. Danach folgen mit deutlichem Abstand die übrigen europäischen Länder.