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"VOLLTREFFER! Vereinsporträt": Eine große Fußballfamilie

12.03.2010

Frage: Welche bedeutenden deutschen Fußballvereine treten in Schwarz-Gelb an? Antwort: Borussia Dortmund, Dynamo Dresden, Alemannia Aachen – und die SG Canitz! Aber Spaß beiseite. Rund 150 Nachwuchsspieler und 40 Erwachsene sind hier in Sachen Fußball aktiv.

Die SG Canitz hat´auch noch Kegler, die sogar vor kurzem eine Kindergruppe gegründet haben, und eine allgemeine Damensportgruppe. Doch die Masse der Vereinsmitglieder hat sich dem runden Leder verschrieben. Die Jüngsten sind gerade mal drei Jahre alt. Bei verschiedenen Ballspielen können sie sich austoben, trainieren Ausdauer und Ballgefühl. Die Bambinis dagegen – das sind Kinder aus der großen Kindergartengruppe und Erstklässler – gehen schon mit viel Engagement zur Sache. In jeder Altersklasse von den F- bis zu den A-Junioren hat die SG Canitz eine komplette Mannschaft im Spielbetrieb, bei den D-Junioren, den 11-und 12-Jährigen, und den Männern sogar zwei. Bei den „Alten Herren“ geht es wieder um Fußball als Freizeitspaß. Die A-Junioren spielen in der Bezirksklasse, die B-Junioren stiegen im vergangenen Jahr in die Bezirksliga auf. Inzwischen gibt es sogar eine ernsthaft trainierende Mädchenmannschaft.

 

Die Spieler und Spielerinnen kommen aus ganz Riesa und der Umgebung. Das funktioniert gut, denn die Trainingszeiten wurden an den Busfahrplan angepasst. Vorgänger der SG Canitz war die BSG Traktor Canitz – eine Sportgemeinschaft mit Anfängen in den 20er Jahren. Der Fußball dominierte hier schon immer. Nach der Wende gab es allerdings nur noch eine  Männermannschaft und sehr schlechte Rahmenbedingungen. Aber einige Canitzer Herren sammelten die Kinder um sich, die oft auf einem Nebenplatz kickten, und legten damit den Grundstein für eine sehr erfolgreiche Nachwuchsarbeit.

 

Der Verein konnte schließlich das leer stehende Gebäude des früheren Kindergartens  übernehmen und machte daraus in Eigeninitiative, mit Unterstützung der Stadt Riesa und weiterer Sponsoren einen Sozialtrakt und ein Vereinsheim. Auch die beiden Plätze wurden wieder auf Vordermann gebracht so gut es eben geht. Den heutigen Anforderungen entsprechen sie eigentlich nicht mehr. Der große Traum ist ein eigener Kleinfeldkunstrasen.

 

1995/96 stiegen die ersten Canitzer Nachwuchsmannschaften in den Spielbetrieb ein. Das ist immer mit einigem Aufwand verbunden, denn es müssen zum Teil lange Strecken bis zu den gegnerischen Plätzen zurückgelegt werden. Ohne die Unterstützung von Sponsoren geht das nicht. Die wichtigsten Partner der durchweg ehrenamtlich agierenden Trainer und Übungsleiter sind aber die Eltern. Da der Verein keinen eigenen Bus hat, bringen die Eltern ihre Kinder zu den Auswärtsspielen und bilden dann gleichzeitig einen lautstarken Fanclub. Darin sieht auch Ronald Kühne, der Abteilungsleiter Fußball in der SG Canitz, einen Teil des Canitzer Erfolgsrezeptes. „Bei uns steht trotz all des sportlichen Ehrgeizes der Spaß im Vordergrund. Ohne den Enthusiasmus und den Idealismus der Trainer, die ein hohes Maß an Verantwortung haben, und auf der Seite der Spieler und Eltern wäre das alles nicht durchzuhalten“, unterstreicht er.

 

Das nächste große Sport- und Dorffest in Canitz findet vom 18. bis 20. Juni 2010 statt.

 

H.B.