Neues von den Stadtwerken Riesa

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Stadtwerke Riesa werden Netzbetreiber für ganz Riesa

13.10.2010

Die Stadtwerke Riesa GmbH bleiben bis 2030 der Strom- und Erdgasnetzbetreiber für Riesa. Zusätzlich werden sie diese Aufgabe auch in den nach 1994 und 1996 einge-meindeten Ortsteilen übernehmen. Damit lösen die SWR die Dresdner ENSO als Netz-betreiber in Mautitz, Oelsitz, Nickritz, Gostewitz, Böhlen, Jahnishausen und Leutewitz ab. Die Übernahme erfolgt auf der Grundlage der neuen Konzessionsverträge zwischen der Stadt Riesa und den SWR.

„Für die Stadtwerke Riesa ist die Entscheidung des Stadtrates über die neuen Konzessionsverträge von wegweisender Bedeutung. Damit werden wir nicht nur Teile, sondern die gesamte Stadt Riesa einschließlich aller Ortsteile durch eine zuverlässige Energieversorgung in die Zukunft begleiten können“, sagt SWR-Geschäftsführer René Röthig.

 

Für die Einwohner in Mautitz, Oelsitz, Nickritz, Gostewitz, Böhlen, Jahnishausen und Leutewitz hat der Netzbetreiberwechsel zwischen den SWR und der ENSO praktisch keine Folgen. „Die Einwohner müssen nichts tun. Ihren bestehenden Stromliefervertrag können sie behalten. Und sie können sich wie gewohnt auf eine zuverlässige und sichere Stromversorgung verlassen. Mit dem Unterschied, dass dafür ab 2011 die SWR zuständig sind“, erläutert SWR-Unternehmenssprecher Daniel Kühne.

 

Stromlieferant und Stromnetzbetreiber sind nach dem Energiewirtschaftsgesetz voneinander getrennt. Das heißt: Die SWR werden zwar in Mautitz, Oelsitz, Nickritz, Gostewitz, Böhlen, Jahnishausen und Leutewitz der neue Stromnetzbetreiber, die Einwohner behalten jedoch ihre bestehenden Stromverträge.

 

Seit Jahresbeginn bereiten SWR und ENSO gemeinsam den Netzbetreiberwechsel in den Eingemeindungen vor. „Unsere Zusammenarbeit mit der ENSO basiert auf einem jahrelangen partnerschaftlichen Verhältnis. Auch bei diesem Projekt arbeiten wir sehr zielorientiert und fair zusammen. Die Verhandlungen laufen noch, doch wichtige Zwischenergebnisse wurden schnell erreicht und in die Tat umgesetzt“, berichtet SWR-Geschäftsführer Ullrich Bannorth.

 

Beide Unternehmen konzipierten zuerst die technische Netztrennung. In diesem Konzept haben sie festgelegt, welche Netzteile an die SWR übertragen werden und was bei der ENSO verbleibt. Im September schlossen die SWR und ENSO eine Vereinbarung zur Abwicklung der Datenübernahme ab, um alle Prozesse zur Belieferung, zur Abrechnung und zum Lieferantenwechsel nahtlos abbilden zu können. Die Datenübernahme wird bis Ende Oktober abgeschlossen.

 

Die aus dem Konzept zur Netztrennung abgeleiteten Baumaßnahmen haben Ende September begonnen und sollen bis Jahresende fertig sein. Die vorhandenen Niederspannungsnetze und Trafostationen in diesen Ortsteilen bleiben weitestgehend von den Baumaßnahmen unberührt.

 

Hintergrund

 

Die aktuellen, seit 1991 gültigen Konzessionsverträge für Strom und Gas laufen Ende 2010 aus. Deshalb hatte die Stadt neue bundesweit ausgeschrieben. In seiner Sitzung am 11. November 2009 beschloss der Stadtrat, die Konzessionsverträge an die SWR zu vergeben. Sie wurden für eine Dauer von 20 Jahren abgeschlossen und gelten ab 1. Januar 2011.

Die Konzessionsverträge verleihen den SWR das Recht, öffentliche Straßen, Wege oder Plätze im Gebiet der Stadt Riesa für die Strom- und Erdgasversorgung zu nutzen (Leitungsrecht). Die Stadt Riesa erhält im Gegenzug die sogenannte Konzessionsabgabe.