Neues von den Stadtwerken Riesa

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Nach zwei Jahren konstanten Preisen: SWR erhöhen Gaspreise um rund vier Prozent

13.12.2007

Trotz größter Anstrengungen zur Kosteneinsparung können die Stadtwerke Riesa (SWR) die Steigerungen ihrer Gaseinkaufspreise nicht mehr auffangen: Deshalb erhöhen die SWR zum 1. Februar 2008 den Arbeitspreis für Erdgaskunden um brutto 0,30 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh).

Je nach Verbrauch steigen die Erdgaskosten für SWR-Kunden um drei bis fünf Prozent. Zum Beispiel zahlt ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt mit einer Gasheizung etwa fünf Euro pro Monat mehr.

 

Höhere Heizölpreise verursachen höhere Gaspreise

Autofahrer kennen die Entwicklung auf den Weltenergiemärkten bereits von der Tankstelle. Seit Februar klettern die Heizölpreise kontinuierlich nach oben. Ende November haben sie eine neue Rekordhöhe erreicht. Die Ölpreisbindung führt dazu, dass die Gaspreise den Heizölpreisen mit einer sechsmonatigen Verzögerung folgen. Stadtwerke-Prokurist Ullrich Bannorth bringt die Folgen der weltweiten Ölpreissteigerung für sein Unternehmen auf den Punkt: „Wir kaufen das Gas teurer ein, da unser Lieferant diese Preissteigerungen an uns weitergibt. Von diesen internationalen Einflüssen und vertraglichen Bindungen können wir uns nicht abkoppeln.“

 

Auch höhere Fernwärmepreise

Die Ölpreissteigerungen führen nicht nur zu höheren Gaspreisen, sondern verursachen ebenfalls höhere Brennstoffkosten für die Fernwärmeerzeugung. Deshalb erhöhen die SWR zum 1. Januar 2008 den Fernwärme-Arbeitspreis auf brutto 7,042 ct/kWh. Alle anderen Preisbestandteile für Tarifkunden bleiben gleich.

 

SWR hielten zwei Jahre lang Preise konstant

Seit 1. Januar 2006 haben die Riesaer Stadtwerke die Erdgaspreise, ausgenommen die Erhöhung des Umsatzsteuersatzes, nicht erhöht. In diesem Zeitraum nahm das städtische Unternehmen auch zwei Preissenkungen vor: Am 1. Januar 2007 entlastete es seine Erdgaskunden um 0,19 ct/kWh und am 1. Mai 2007 um weitere 0,24 ct/kWh. „Zum damaligen Zeitpunkt war die Weltmarktlage genau umgekehrt. Die Heizölpreise sanken und damit auch unsere Gasbeschaffungskosten“, erläutert Bannorth weiter.

 

SWR unterstützen Kunden beim Energiesparen

Vor dem Hintergrund, dass die Gaspreise in Deutschland auch in Zukunft vermutlich hoch bleiben, rät der Prokurist: „Die beste Möglichkeit für uns alle, die Energiekosten nachhaltig zu senken, ist der sparsame Umgang mit Energie. Dabei unterstützen wir unsere Kunden zum Beispiel mit über 60 Energiespartipps auf unserer Internetseite oder einer persönlichen Beratung im Kundenzentrum."

 

So wirkt sich die Preiserhöhung beispielhaft aus:

Tarifgruppe

Jahresverbrauch

in kWh

Alter Preis in ct/kWh

Neuer Preis in ct/kWh

Erhöhung in EUR/Monat

Erhöhung in %

Kleinverbrauchstarif

2.500

9,45

9,75

0,62

2,94 %

Grundverbrauchstarif

7.000

6,91

7,21

1,74

3,74 %

Heizgastarif S0

20.000

6,19

6,49

4,96

4,37 %

Heizgastarif S1

35.000

5,82

6,12

8,68

4,65 %

Heizgastarif S2

90.000

5,55

5,84

22,31

4,82 %

 

Alle Preise sind in brutto angegeben.